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Ab 2015 nur noch zertifiziertes Palmöl

22/05/2008 : Unilever setzt sich für Nachhaltigkeit beim Palmölanbau ein - CEO Patrick Cescau kündigt neue Initiative an.

UL Haus Rotterdam

Unilever beabsichtigt, ab 2015 nur noch Palmöl von Lieferanten zu beziehen, die für nachhaltigen Anbau zertifiziert sind. Beginnen werden wir in der zweiten Hälfte des Jahres 2008, sobald zertifiziertes Palmöl verfügbar ist. Ab 2012 soll unser gesamtes in Europa eingesetztes Palmöl rückverfolgbar aus nachhaltigem und zertifiziertem Anbau stammen.

Diese Initiative baut auf unserer mehr als zehnjährigen Erfolgsgeschichte in der Entwicklung nachhaltiger Programme auf – von der massgeblichen Unterstützung bei der Etablierung nachhaltiger Fischerei im Marine Stewardship Council über die Einführung einer Policy zur nachhaltigen Landwirtschaft (1995) bis hin zur Anfang des Jahres begonnenen Zertifizierung unserer Teeplantagen durch Rainforest Alliance.

Wir sind uns bewusst, dass dieses ambitionierte Ziel die Fortsetzung unserer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Regierungen, Lieferanten, Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO’s) und anderen Palmöl-Verarbeitern erfordert.

Unilever CEO Patrick Cescau betonte bei der Vorstellung der Palmöl-Initiative Anfang Mai 2008 in London: „Palmöl ist ein wichtiger Rohstoff für uns und die gesamte Konsumgüterindustrie. Wir verarbeiten einen beträchtlichen Teil der weltweiten Ernte und wir wollen Anwalt für einen positiven Wandel sein – so wie wir es bei Fisch, Tee und in anderen Bereichen waren. Vor zehn Jahren haben wir bereits begonnen, mit nachhaltigem Palmöl zu arbeiten, indem wir unsere eigenen Richtlinien entwickelt und mit unseren Anbauern und Lieferanten geteilt haben. Dies mündete in der Gründung des Runden Tischs für Nachhaltigkeit bei der Palmöl-Gewinnung (Roundtable on Sustainable Palm Oil = RSPO) im Jahr 2004. Mithilfe des RSPO haben wir hart daran gearbeitet, einen Konsens in der Industrie über Kriterien für nachhaltigen Palmöl-Anbau zu entwickeln.“

„Nun wartet der nächste Schritt: Die Lieferanten müssen darauf hinarbeiten, diese Kriterien zu erfüllen – indem sie sowohl das Palmöl von ihren eigenen Plantagen als auch jenes von weiteren Zulieferern zertifizieren lassen. Wir beabsichtigen des Weiteren die Unterstützung eines sofortigen Aufschubs sämtlicher Abholzungen in Indonesien für den Palmölanbau. Wir verpflichten uns dazu, weil wir glauben, dass es das Richtige ist für die Menschen, die unsere Produkte verwenden, die Umwelt und die Gemeinden in und um die Palmöl-Anbaugebiete sowie für unser Geschäft und unsere Marken.“

Unilever wird auch in Zukunft eine Führungsrolle im RSPO einnehmen und dieses Forum zu einem Instrument für den Wandel ausbauen mit dem Ziel, effektive Sanktionen gegen Lieferanten zu verhängen, die weiterhin ungesetzliche Abholzungen vornehmen.

Rod Taylor, Direktor beim World Wide Fund for Nature (WWF) International: „Der WWF begrüsst Unilevers Versprechen, die Bemühungen zum Stopp der Abholzung in Indonesien zu unterstützen und eine Palmöl-Versorgung aufzubauen, die ausschliesslich aus zertifiziertem nachhaltigen Anbau stammt. Wir wünschen Unilever den grösstmöglichen Erfolg bei der Umsetzung seiner Verpflichtung und hoffen, dass dieses Vorgehen weitere Hersteller inspiriert, diesem Weg zu folgen.“

Unilever wird regelmäßig über die Fortschritte der Initiative berichten und mit allen Interessenvertretern in Verbindung bleiben. Im Namen von Unilevers Forum zur Nachhaltigen Entwicklung sagte Jonathon Porritt: „Wir sind sehr erfreut über diese neuen Verpflichtungen Unilevers zu Palmöl. Seit zwei Jahren beraten wir das Unternehmen in diesen Themen und sind besonders beeindruckt über die Art und Weise, wie Unilever die Öffentlichkeit auf die Konsequenzen des anhaltenden gefährlichen Ansturms auf Biokraftstoffe aufmerksam gemacht hat. Unilever verfolgt sehr ambitionierte Ziele und die Bereitschaft, eine Führungsrolle bei der Etablierung einer sicheren und zertifizierten Versorgungskette für Palmöl zu übernehmen, ist bemerkenswert. Einige Grundlagen entstammen dem RSPO – aber jetzt ist es an der Zeit, deutlich schneller zu agieren, um langfristige Schaden in den Regenwäldern der Erde und anderen Ökosystemen zu vermeiden!“



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